Hans Wetzelsdorfer nimmt in der burgenländischen Kunstszene einen besonderen Platz ein, da er sich als einer der wenigen der Fotografie als Ausdrucksmittel bedient. Dabei gelingen ihm immer wieder neue, ästhetisch herausfordernde Bilder. Ständig offen für Neues, niemals auf einem Erfolgsrezept verharrend, wendet sich Hans Wetzelsdorfer nach einer Phase der Auseinandersetzung mit experimenteller Fotografie wieder verstärkt dem abbildenden, realistischen Charakter der Fotografie zu und knüpft an frühere Werkphasen an, wie in diesem Katalog dokumentiert wird.
Dr.Eva Maltrovsky - "Mit anderen Augen" - Text | Druckformat
Hans Wetzelsdorfer bewegt sich in den einzelnen Phasen seines Schaffens zwischen der so genannten abstrakten oder konkreten Fotografie und jenem dokumentarischen Aspekt, der diesem Medium gemeinhin unterstellt wird. Im Laufe seiner langjährigen fotografischen Tätigkeit hat er weder ausschließlich der einen noch der anderen Richtung den Vorzug gegeben, sondern sich stattdessen eine Offenheit für Neues bewahrt. Es sind die vielfältigen formalen und technischen Möglichkeiten des Mediums selbst, die den Impetus seiner künstlerischen Arbeit ausmachen.
Mag. Alexandra Schantl - "Zu den Arbeiten von Hans Wetzelsdorfer" - Text | Druckformat
Die Fotografie von Büroräumen kennt keine Tradition. Einzig wenn sich der Unternehmer am Schreibtisch ablichten ließ, gerieten Teile seiner Arbeitsstätte ins Bild. Die ersten Aufnahmen dieser Art entstanden im ausgehenden 19. Jahrhundert. Dass der Tätigkeitsbereich von Angestellten nicht fotografiert worden ist, liegt zunächst daran, dass in Ämtern und Betrieben das Fotografieren verboten war, wenn es der Chef nicht angeordnet hatte.
Dr. h.c. Timm Starl – „Innensichten“ – Text I Druckformat
Die Aufforderung ist prägnant, eindeutig! Da setzt jeder sofort ein Rufzeichen, für sich oder für die andern. Wozu noch Worte verlieren, wenn alles klar ist?
Aber Kunst – und das ist einer ihrer wesentlichsten Merkmale – ist niemals ganz klar. Wenn alles offen liegt, wenn keine Frage, kein Rätsel bleibt, dann handelt es sich nicht um Kunst, sondern höchstens um Design, um Schmuck, um das Zufällige und Austauschbare um das, was immer auch anders sein könnte.
Josef Pauschenwein – „THINK BIG“ – Text I Druckformat